Hausmittel für Erkältungen



Tamara Kibys ist unter anderem Heilpraktikerin und gibt Tips, wie man mit einfachen Hausmitteln und Massagen  Schnoddernase und Husten erträglicher macht.



Ihr könnt Eurem Kind bei Erkrankungen der Atemwege mit einfachen Mitteln aus dem Küchenschrank und einer sanften Massagen Erleichterung verschaffen. Hausmittel sind kostengünstig und natürlich. Massagen fördern die Durchblutung, befreien die Atemwege und vertiefen die Atmung. 



Zuwendung ist die beste Medizin.

Aufmerksamkeit, Liebe und Geborgenheit bringt Wohlgefühl und die bringt Gesundung. Eine sinnvolle Anwendung (wie Wickel oder Bäder) zusammen mit liebevollen Zuwendung, Zeit und Trost ist die beste Medizin.


Kinder haben Phantasie.

Begeisterung ist leicht zu wecken, wenn etwas Spaß macht. Je spielerischer und lebendiger Hausmittel ans Kind gebracht werden, desto wohlwollender nehmen sie es an. Bunte Wickeltücher,  magische Zaubersprüche, bunt geschmückte Teetassen und selbstgemachte Blütentinkturen. In weichen Kissenbergen mit duftenden Ölen und Kerzen und einer liebevollen Massage läßt es sich viel besser gesund werden. Wichtig ist allein, das das Kind zu jedem Zeitpunkt weiß, was mit ihm passiert (auch schon bei den ganz Kleinen).




Was tun bei HUSTEN:

-   feuchte Wäsche im Raum aufhängen.

-   feuchtwarme Brustwickel zum Hustenlösen (mit äth Ölen, Zwiebel o. Quark.)

-   Heilwolle und Bienenwachswickel als wärmende Auflage zum entspannen bei Reizhusten.

  TIP:  für Kinderbrustwickel: enge Wollstrumpfhose als Hemd umfunktioniert (Füße ab und      Schlupfloch für den Kopf).

-   Die Zwiebel: süßer Zwiebelsud (kleingehackte Zwiebel mit Zucker/Honig ziehen lassen und den Saft  trinken) oder eine kleingehackte Zwiebeln in einer Schale neben das Bett stellen. 

-   Inhalieren. Entweder über ein Verneblergerät oder klassisch über der Schüssel voll heißem Wasser.    Alternativ kann man bei Kleinkindern ein Inhalationszelt aufbauen (z.B ein Spielzelt oder ein paar    Decken über den Küchentisch hängen.) Die Zeit könnt ihr hier mit Geschichten erzählen und vorlesen  vertrödeln. 

-   Temperaturansteigende Armbäder, besonders bei Veranlagung zu Bronchialerkrankungen.

-   Viel trinken! Wasser, Thymiantee, Fencheltee (frisch angestoßene Samen)

-   Schwarzer Rettich-Zaubertrank  (aushöhlen und mit Zucker / Honig füllen und auf die Heizung    stellen. Nach einer Stunde hat sich die Knolle mit einem süßem Saft gefüllt.)

-   Sorgt für warme Füße!



Brustmassage:

Eine Brustmassage fördert die Durchblutung, befreit die Atemwege und vertieft die Atmung. Dazu empfiehlt sich eine Einreibung auf Brust und Rücken mit einem Husten – Balsam....:

Für Säuglinge und Kleinkinder gut geeignet sind:

- Thymian-Angelika-Öl

- Engelwurzsalbe

- Thymian-Myrrhe-Balsam


Achtung: Bitte verwendet kein Menthol, Eukalyptus, Kampher, etc. – das kann bei Säuglingen und Kleinkindern zu Bronchialspasmen führen. 


….und folgenden Griffen:

-   Atmung vertiefen: entspannt die vom Husten angestrengte Muskulatur -

 Die warmen Hände ruhen auf dem Brustbein und streichen jeweils zu den Schultern.

-   Schleim lösen -  leichter abhusten:

    vom linken Rippenbogen diagonal über die Brust zur rechten Schulter, die Schulter kurz    umschließen, halten und zurückgleiten. Dann folgt die andere Diagonale.


Achtung: Bitte keine Massagen bei hochfiebernden Kindern!

 


Was tun bei SCHNUPFEN:

Tropfende Nasen gehören zur Kindheit dazu. Trotzdem gibt es in dicken Fällen einfache Möglichkeiten, den Kindern Erleichterung zu verschaffen. Gerade die Babys haben oft Schwierigkeiten an der Brust zu trinken – und das ist ja die beste Medizin. Sorgt für eine freie Nase, da sonst die Gefahr einer Mittelohrentzündung gegeben ist. 


-  Nasenspülungen abwechselnd mit Muttermilch und Kochsalzlösung (NaCl) über eine    Pipette/Strohhalm. (NaCl gibt es steril abgefüllt in der Apotheke)

-  Engelwurzsalbe oder Majoranbutter auf die Nase und die Stirn einmassieren.

-  Inhalieren (Verneblergerät, Inhalationszelt.) feuchte Tücher aufhängen.

-  Viel trinken! Muttermilch für die Kleinsten. Für die Größeren: Holunder-, Lindenblütentee läßt die    Nase fließen. (Holunder Homöopathisch: Sambucus nigra D2)

-  Warme Füße! 

-  Vorsicht mit abschwellenden Nasentropfen! Sie trocken die Schleimhäute aus und diese verlernen mit der Zeit, von allein abzuschwellen. Sie erleichtern aber den Schlaf, und den brauchts auch zum gesunden! Also: So selten wie möglich und so viel wie nötig (nicht länger als eine Woche.)


 

 

Was tun bei OHRENSCHMERZEN:

Ohrenschmerzen treten oft in Zusammenhang mit einem Schnupfen auf, da Ohr und Nasen-Rachen-Raum in Verbindung stehen. Aber auch Zugluft oder Schwimmbadbesuche sind Auslöser. 

Ohrenschmerzen äußern sich gerade bei Babys durch erhöhte Unruhe, Weinen, v.a. wenn sie hingelegt werden), hin- und herwälzen des Kopfes, häufiges Anfassen des Ohres, eventuell geröteter Gehörgang, aus dem Ohr austretende Flüssigkeit, Fieber und Hörstörungen.

 

Klärt Ohrenschmerzen immer ärztlich ab, da eine evt. Mittelohrentzündung auch Spätfolgen mit sich bringen kann.

 

-  Die Nase spülen: das hält den Abfluss vom Ohr zum Rachen frei.

-  Warme Zwiebel-Ohrenwickel (z.B. fein gehackte warme Zwiebel in ein Taschentuch verpacken,  zerquetschen und handwarm ans Ohr legen. Heilwolle drüber und mit einer Mütze befestigen)

-  Kuschel-Kräuter-Kissen aus Kamille, Lavendel, Johanniskraut, Thymian. Kurz erwärmen, und das Ohr  darauf ruhen lassen.





Gesichtsmassage bei Schnupfen und Ohrenschmerzen:

-  kreisen: die Kopfhaut massieren

-  kleines offenes Buch: Stirn ausstreichen von der Mitte zu den Schläfen

-  Nase frei: vom Augenwinkel den Nasenrücken zu den Wangen hin ausstreichen.

-  Augen frei: oberhalb des Augenlids Richtung Augenwinkel und dann den Nasenrücken zur Wange  ausstreichen.

-  Ohren entspannen. Vertiefung vor den Ohren sanft massieren. 

 Dann die Fingerspitzen vor die Ohren setzen, hinten um die Ohren herum und zur Kinnspitze  ausstreichen.

-  Reflexzonen anregen: die Ohren massieren.


Achtung: Bitte keine Massagen bei hochfiebernden Kindern!



Sollten die Symptome nach 3 Tage nicht deutlich besser werden, Fieber und Ausschläge dazukommen oder Ihr einfach ganz unsicher mit der Situation seid, klärt dies bitte immer ärztlich ab!