Wunschkonzert.

Frau mit Haaren im Staubsaugerrüssel
Francesca Schellhaas/photocase.de

Ich weiß, ich bin da ein bisschen früh dran mit Wunschzettelschreiben. Aber wenn man am 15. August schon Lebkuchen in einer Spieldose kaufen kann, die Stille Nacht klimpert, dann darf ich auch schon mal was notieren, ne?  Zudem mir schon seit Wochen die Ohren vollgeorgelt werden, was man alles gernegerne bittebitte haben möchte. Und bevor ich anfange, alles zu vergessen, schreib ich schon mal was auf.

 

Rübchens Liste - ans Christkind, Nikolaus und die Oma

 

Alle Gegenstände, die völlig sinnfrei sind und nach fünf Minuten kaputt gehen, solange sie nur rosalilapink glitzern. (Hier könnte man zum Beispiel einen Jahrgang der völlig überteuerten Kinderzeitschriften zusammenstellen, die mit irgendwelchem Spielschrott daherkommen).

 

Ein Klavier oder eine Gitarre, muss aber glitzern.


Lange Haare, wie die von der Trulla da auf dem Shampoo.

 

 

Meine Liste:

 

Liebe Nasa, ich wünsche mir eine kleine Rakete. Die könnte immer auf dem Balkon stehen, den Schlüssel habe nur ich. Falls das Kind mal wieder seine dollen fünf Minuten kriegt.

 

Liebe Staubsaugerhersteller,

ist denn also das letzte Wort gesprochen in punkto Staubsaugerdesign? Wird es immer so sein, dass ich ein sperrigen Kasten, der nie von alleine, geschweige denn geschmeidig um die Ecken rollt, an einem mittelsteifen Schlauch hinter mir herziehe? Ich vor lauter Geheule das Telefon nicht höre und auch nicht den DeHaEl-Mann, der mir schöne Pakete bringt? Kann hier bitte mal einer kreativ werden?! 

 

Liebe Hirn- und (Klein-)Kindforscher,

könnt ihr herausfinden, warum Worte wie beeilen, jetzt, aufräumen, nach Hause gehen, Gemüse essen, oder schnell kognitiv weniger gut verarbeitet werden wie Erdbeereis, Schwimmbad, Nutellabrot, Kakao, Fernsehen oder Lillifee? Ist es die Buchstabenfolge? Die gesellschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen? Akustische Schieflage?

 

 

Liebe Petersilie, lieber Thymian, lieber Schnittlauch, lieber Basilikum, werte andere grüne Freunde,

bitte befindet euch nie auf einem Teller meines Kindes. Auch nicht in atomarer Form oder homöopathischer Schütteldosis.

 

Liebe Gastronomen,

vielleicht gibt’s andere Nudelformen außer Spaghetti, die man Dreijährigen anbieten kann?

 

Liebe Conni,

kann Deine Mutter nicht mal total ausflippen? Kannst du nach dem Pizzabacken nicht selber aufräumen? Hat dir schon mal einer gesagt, dass man nicht ohne Erwachsenenbegleitung im Meer baden geht? Liebe Conni, kannst du nicht einfach weggehen?

 

Liebe Hersteller von Badezimmerwaagen,

wie sähe es aus mit einem eingebauten Wohlfühlbonusabzug von sagen wir mal, 5 bis 10 Prozent?

 

Liebe Waschmaschinenhersteller,

ich hätte auch hier gern eine Weiterentwicklung. Oben Wäsche rein, unten saubere, gefaltete Sachen wieder raus. Kommt schon. Autos fahren von allein. Wir fliegen alle pupslang aufn Mond.

 

Und sonst

Lange Haare so wie die Trulla da auf dem Shampoo.

 

 

Ich danke Euch - und habt ein schönes Sankt Nimmerlein! 

 

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Anna (Mittwoch, 28 Oktober 2015 07:27)

    Herzlich gelacht, vielen Dank! Ich bin dabei eine Petition für besagte Waschmaschine zu schreiben- ich brauche die auch, ganz dringend!!!!

  • #2

    Nadine M (Mittwoch, 28 Oktober 2015 18:21)

    Liebe Anna,
    das schreit nach einem Flashmob bei Miele :-)