Die alljährliche Gretchenfrage

ohneski/photocase.com
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"Rübchen, was wünschst du dir denn zu Weihnachten?" 

"Ein Klo fürs Puppenhaus. Und was wünschst du dir, Mama?"

"Mehr Blogleser? Ich weiss noch nicht. Hast Du denn schon einen Wunschzettel gemalt?"

"Neee. Mama, ich schreibe an das Christkind, und du schreibst an den Weihnachtsmann."

 

Ohnööö....!!! Genau DEN wollte ich hier nicht in meinem ganz persönlichen Weihnachtsuniversum haben. Jeden rotbemantelten, weißbärtigen alten Kerl habe ich konsequent mit Nikolaus betituliert, sogar am Weihnachtsmarkt, an dem ein solcher immer ho-ho-hooend im Schlitten über das Geschehen fliegt, bin ich entgegen des Mainstreams stark geblieben. Aber irgendwie ist der Typ wohl durch die Kita-Hintertür geschlichen.

 

Ich bin ja in einem katholisch geprägten Landstrich groß geworden. St. Martin war nicht nur Laternelaterne, sondern auch Reiter und Mantelteilen. Der Nikolaus kam pünktlich am 6. Dezember in Kindergarten und Grundschule und verschwand auch gleich wieder, weil er mit Weihnachten wirklich nur den Monat gemein hatte. Weihnachten war traditionell Tag des Christkindes, auch wenn kein Mensch wirklich wusste, wie es aussieht. Ich hab mir es immer fliegend und goldhaarig vorgestellt, als Kind hat es vor Heiligabend immer im Bauch gekribbelt und dieses kleine Gefühl von Magie (Glöckchen, Kerzen an, Geschenke) hat für mich das ganze Fest ausgemacht. Ich bin auch heute noch dem ganzen christlich verbunden, auch wenn wir nicht sonderlich religiös leben. Für den Mann können wir auch die Sonnenwendfeier begehen, ihm ist es wurscht. Aber ich habe mir fest vorgenommen, für das Rübchen auch ein bisschen Magie und Glanz zu erschaffen.

 

Und wie soll ich das anstellen, wenn ewig der, ääh, Nikolaus / Weihnachtsmann reingrätscht?! 

Wo kommt der eigentlich auf einmal her? Daaamals gab es den gar nicht (ich muss mal kurz die querulante Alte geben). Der soll hingehen, wo die Eiszapfen wachsen, da wohnt er ja auch angeblich.

 

Ich bleibe beharrlich bei der kindlichen Gehirnwäsche. Nikolaus! Nikolaus! NIKOLAUS!!!!!!

 

Und bei Euch?

 

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Katrin (Samstag, 22 November 2014 17:29)

    Jawohl! Auch meine Kindheit wurde geprägt von Sankt Martin, dem Nikolaus (jaahaa,nur am 6. Dezember) und dem Glöckchen klingelnden,Geschenke bringenden Christkind! Erschreckend wenn die Kinder heutzutage-in diesen Breitegraden- beim Anblick von Martin zu Pferd nur ignorant fragen:" Wat?!Wer bist du den??"
    Allerdings,so musste ich feststellen, ist der Weihnachtsmann sozial bestens vernetzt und verfügt über eine hervorragende PR-Abteilung. Mann kann dem Mann in Rot nicht entkommen. Des lieben Friedens willens haben wir uns daher entschieden, dass Weihnachtsmann und Christkind partnerschaftlich zusammenarbeiten, "time sharing" sozusagen. Der Weihnachtsmann begleitet uns durch den Advent (vor allem in der Kita-Hälfte des Tages), am heiligen Abend allerdings ist es das Christkind, das bei uns mit dem Glöckchen klingelt!

  • #2

    Paulina (Sonntag, 23 November 2014 15:29)

    Hallo,
    Ich wünsche mir auch leser. Vielleicht könnt ihr beide ja einfach eine Sammelpost fürs Christkind und den Weihnachtsmann abgeben? :)
    Liebe Grüße

  • #3

    berliner-kinderzimmer (Dienstag, 25 November 2014 10:22)

    Paulina, der Weihnachtsmann kriegt bestimmt sofort Appetit auf Guacamole :-)